LED mit dem Raspberry Pi ansteuern

In diesem Artikel wollen wir die Steuerungsthematik angehen und uns in die Materie einarbeiten. Dafür nutze ich ein Breakboard, Male-Female Jumper, eine LED (2V) sowie einen Vorwiderstand (100 Ohm). Das alles könnt ihr z.B. auf de.farnell.com erwerben. Dazu vorab ein paar Worte zum Breakboard. Dabei handelt es sich um ein Steckbrett, auf dem man Schaltungen und ähnliches erstmal zum Probieren aufstecken kann.

Dabei ist aber die intere Belegung des Breakboard zu beachten:

Breakboard

Das Breakboard teilt sich in Reihen und Spalten, diese sind teilweise nummeriert. Zum hoffentlich besseren Verständnis habe ich diese mal mit farbigen Pfeilen versehen.

Die äußeren Spalten sind mit einander verbunden. Diese eignen sich somit gut, um mehrere Schaltungen mit Strom oder mit Masse (Erde/GND) zu versorgen.

Die mittleren Reihen sind horizontal verbunden, in der Mitte aber durch den Steg nicht nur optisch, sondern auch elektrisch von einander getrennt. Je nach Breakboard habt ihr an den äußeren Spalten auch noch Bezeichnungen mit + und -.

Jetzt kommen die oben genannten Teile mit ins Spiel.

Aufbau_LED_breakboard_Steckplatine Wir verbinden jetzt den GPIO 17 mit  mit den +-Spalte (rot). Dann kommt der Vorwiderstand horizontal in die gleiche Reihe, die LED verbindet dann 2 Reihen und von der unteren Reihe geht es zurück zum GND des Pi. Wichtig: Das längere Beinchen der LED ist + und kommt hinter den Vorwiderstand.

Wieso ich GPIO 17 dafür nutze? Weil alle anderen das auch machen 😉

Jetzt fehlt nur noch die entsprechende Software dazu.

wiringPi installieren

Dazu benötigen wir die Versionsverwaltung git

Damit laden wir wiringPi herunter

Die folgenden Schritte machen eine lauffähige Version draus.

Achtet dabei auf die Schreibweise von wiringPi

Dabei gibt es jetzt eine Besonderheit: wiringPi hat eine andere Zählweise für die Pins als die Pi Foundation.

https://projects.drogon.net/raspberry-pi/wiringpi/pins/

Auf dieser Seite gibt es eine Grafik, die die Belegung erläutert.
Wir nutzen also den GPIO 17, der nach wiringPi-Zählweise der Pin 0 ist.
Jetzt geht es aber los. Wir definieren erstmal, ob der Pin Ein- oder Ausgang ist. In diesem Fall fungiert der Pin als Ausgang:

Und jetzt schalten wir die LED ein

Dabei setzt sich der Befehl wie folgt zusammen:

Es gibt einige Tutorials, die diesen Befehl um ein Attribut ergänzen:

Ihr könnt das gerne probieren. Eure LED sollte jetzt aus sein.

wiringPi ermöglicht es Nutzern, über -g die Raspberry Pi-Pin-Bezeichnung zu verwenden. Der Hintergrund der wiringPi-Bezeichnung kommt daher, dass auch nach einem Wechsel der hardwareseitigen Belegung das Programm weiter funktioniert. Hier müssen dann nur ein paar Kabel anders gesteckt werden.

Zusammenfassung:

Hat beides die gleiche Wirkung, nur die Pin-Bezeichnung ist eine andere.

Jetzt schalten wir die LED wieder aus:

 

About Christian Piazzi

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