Grundlagen der Software Ergonomie

Ich habe jeden Tag mit Software zu tun. Sei es das ich selber welche in meiner Freizeit entwickel, Snippets für das Studium schreibe oder in meinem Hauptberuf Software Produkte bei Kunden plane und einführe. Im Zuge dessen habe ich mich mal etwas mit Software Ergonomie auseinander gesetzt. Meine Ergebnisse will ich hier einmal vorstellen.

Ziele der Software Ergonomie

Bei der Software Ergonomie werden im wesentlichen die folgenden drei Ziele verfolgt:

  1. Anwendbarkeit der Software verbessern
  2. Nutzbarkeit der Software erweitern
  3. gleichzeitige Minimierung der Belastung des Nutzers

Dialoggestaltung

Aufgabenangemessenheit

Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den Benutzer bei der Erledigung seiner Arbeitsaufgabe unterstützt, ohne ihm durch Eigenschaften des Dialogsystems unnötig zu belasten.

Selbstbeschreibungsfähigkeit

Wenn jeder Dialogschritt entweder unmittelbar verständlich oder auf Anfragen des Benutzer erklärt werden kann, ist dieser selbstbeschreibungsfähig.

Erwartungskonformität

Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er einheitlich aufgebaut (konsistent) ist und den Erwartungen der Benutzer entspricht, die diese aufgrund ihrer Kenntnisse aus dem Arbeitsgebiet, ihrer Ausbildung sowie allgemein anerkannter Konventionen hege.

Lernförderlichkeit

Ein Dialog ist Lernförderlich, wenn er den Benutzer in den Lernphasen unterstützt und somit die Lernzeit minimiert.

Steuerbarkeit

Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.

Fehlertoleranz

Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingabe entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand durch den Benutzer erreicht werden kann.

Individualisierbarkeit

Ein Dialog ist individualisierbar, wenn er an persönliche Anforderungen und Fähigkeiten des Benutzers angepasst werden kann.

Die 7 Grundsätze der Dialoggestaltung

Erkennbarkeit

Die Aufmerksamkeit des Benutzers wird zur benötigten Information gelenkt

Unterscheidbarkeit

Die Angezeigte Information kann genau von anderen Daten unterschieden werden

Lesbarkeit

Die Information ist leicht zu lesen

Verständlichkeit

Die Bedeutung ist leicht verständlich, eindeutig, vermittelbar und erkennbar

Klarheit

Der Informationsgehalt wird schnell und genau vermittelt

Kompaktheit / Prägnanz

Den Benutzer wird nur jene Information gegeben, die für das Erledigen der Aufgabe notwendig ist

Konsistenz

Gleiche Information wird innerhalb der Anwendung entsprechend den Erwartungen des Benutzers stets auf die gleich Art dargestellt

 

Wer jetzt richtig neugierig geworden bin, dem kann ich das E-Book von Christiane Rudolfs empfehlen.

About Christian Piazzi

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